Es reicht. Nach fünf Wochen des gefühlten Nichtstuns werde ich wieder unruhig. Habe ich wirklich gesagt, dass ich nächstes Jahr kein Buch schreibe? Das hat mir eh niemand geglaubt… Und doch: Zwei Ausstellungen sind bereits geplant, ein weiteres Projekt ist im Gespräch – doch das reicht mir natürlich nicht.

Ein neues Buch muss es sein.

Es bleibt auf den Spuren der Villen und geht doch neue Wege. Ich verlasse das Salzkammergut, bleibe bei der Sommerfrische und tauche in meine Kindheit ein: Eine einzige Straße soll im Mittelpunkt stehen: Die Pötzleinsdorfer Straße. Hier bin ich aufgewachsen und niemals weggezogen. Und so vermischen sich viele Ebenen: Die historische, die die spannende, berührende und traurige Geschichte so vieler Villen aufarbeitet. Die familiäre, die die Vergangenheit sehr nahekommen lässt. Und die persönliche: Erinnerungen an die Kindheit, an das Zuckerlgeschäft, die Milchfrau, das Gemüsegeschäft, den Bäcker, Kinderfreunde und viele vertraute Menschen.

Eine neue Variation eines Themas, das offenbar interessiert. Je älter ich werde, desto mutiger werde ich und traue mich, persönliche Gedanken in meine Bücher einfließen zu lassen. Ich verschanze mich nicht mehr hinter den Fakten, sondern beziehe Stellung. Bin gespannt, wohin das führt. Vielleicht doch zu einem Roman?