"Den Menschen ihre Geschichte zurückgeben."

So könnte das Motto lauten, unter dem die meisten meiner historischen Publikationen und Arbeiten stehen.

 Am Anfang stand die sogenannte Bürgertumsforschung, die meinem stark biographisch ausgerichteten Ansatz entgegen kam. Mit unzähligen Schicksalen haben ich mich beschäftigt: Studenten der 1910er Jahre; Emigranten der Jahre 1933 resp. 1938; großbürgerliche jüdische Familien des 19. Jahrhunderts: Kabarettisten und Schauspieler, Librettisten und Schriftsteller, Komponisten und Sänger der 1920er und 1930er Jahre, Künstler und Kulturmanager unserer Zeit etc.

Eines wurde immer klarer: Die von den Nationalsozialisten vertriebenen und ermordeten Menschen müssen ihre Geschichte zurückbekommen.

Das ist oft kompliziert; Nachkommen gibt es nicht immer, die Quellenlage ist oft schlecht, Nachlässe sind kaum erhalten. Aber gerade diese komplexen Ausgangssituationen entfachen meinen Forschergeist und lassen mich Wege einschlagen, die oft erstaunliche Ergebnisse offenbaren.

Vieles davon können Sie nachlesen:


Damals war Heimat

Die Welt des Wiener jüdischen Großbürgertums

Ein historisches Panorama der „Welt von gestern“
„In dieser Epoche war meine Heimat.“ Sie sind Fabrikanten oder Wissenschaftler, Schriftstellerinnen oder Rabbiner, Industrielle oder Journalisten, Operettenkönige oder Pädagoginnen. Ihre Geschichten rekonstruieren im Kleinen eine große Gesellschaft, geprägt von enormer Vielfalt, unglaublicher Kreativität und wachem Innovationsgeist. Die Menschen, von denen Marie-Theres Arnbom erzählt, haben etwas gemeinsam: Sie haben ihre Wurzeln im Judentum und zählen zum Wiener Großbürgertum. Manchen ist Religion wichtig, andere stammen aus Familien, deren Eltern oder Großeltern konvertiert sind; erst 1933 respektive 1938 werden viele brutal an weit zurückliegende Ursprünge erinnert, die mit ihrem eigenen Leben kaum etwas zu tun haben.
Die Autorin zeichnet faszinierende, mitunter skurrile Lebenswege nach, die von Wien nach Kansas führten oder aus Bad Ischl nach Hollywood. Ein großartiges historisches Panorama der Welt des Wiener jüdischen Großbürgertums und ihres Fortlebens.

Erschienen im Amalthea Verlag, Wien 2014
ISBN 978-3-85002-877

www.amalthea.at/index.php?id=10&showBookNr=8504


Lotte Tobisch, Langweilig war mir nie

Aufgezeichnete Interviews einer außergewöhnlichen Frau zwischen Großbürgertum und unkonventionellem Lebensstil.

Erschienen bei Christian Brandstätter, Wien 2013



Die Welt der Operette | Glamour, Stars und Showbusiness

Heute strömen die Besucher ins Kino, früher stürmten sie exklusive Operettentheater und warteten auf Novitäten und Skandale ihrer Stars. Showbusiness war angesagt, Glamour und Glitter, Groteske und viel Sex bestimmten die Inszenierungen, die niemals verstaubt, sondern in den 1860er Jahren beißend satirisch, slapstickhaft überdreht und frech waren – und es bis 1933 bzw. 1938 im deutschen Sprachraum blieben. Ihre Akteure wurden zu Superstars und gesuchten Werbeträgern für Produkte von Zigaretten bis Luxusautos. Operette „Made in Vienna“ machte auch am Broadway Furore und war ein einzigartiger Exportartikel österreichischer Kultur, genauso wie synkopierte US-Operetten in Wien begeistert aufgenommen wurden. Von den skandalösen Anfängen im Demimonde-Milieu von Paris 1850 über die große Wiener Zeit der Suppé-, Strauß- und Millöcker-Operette bis zu den Roaring Twenties an der Donau und in Berlin und der gravierenden Zäsur durch die Nationalsozialisten stellt dieser Text-Bildband erstmals die Welt der deutschsprachigen Operette im internationalen Kontext dar.

Erschienen bei Christian Brandstätter, Wien 2011

ISBN 978-3-85033-581-2


Wolfgangsee

Der Wolfgangsee zog bereits zur Kaiserzeit Künstler, Literaten, Sommerfrischler und Fremde an. Damals wie heute bietet er eine prächtige Kulisse und den Flair einer glamourösen Gesellschaft,die hier ihre Sommer verbringt. In großartigen Fotografien und zahlreichen historischen Abbildungen präsentiert dieser Bildbandeinen der mondänsten Seen des Salzkammerguts.

Der heilige Wolfgang, dessen Kirchlein im Mittelalter zu denwichtigsten Pilgerstätten Europas zählte, steht am Beginn einer langen Erfolgsgeschichte. Im Biedermeier eroberten die ersten „Fremden“den Wolfgangsee und malten Landschaftsbilder, die der Schönheit des Sees zu Berühmtheit verhalfen. Für Maler stellte der See weiterhin einen Anziehungspunkt dar. Motive bot der Wolfgangsee den Künstlern der Zinkenbacher Malerkolonie sowie John Quincy Adams. Um 1900 wurde der See zu einem beliebten Sommerfrischeorte. Die Nähe zum kaiserlichen Bad Ischl zog namhafte Schauspieler, Soubretten und Schriftsteller an, die sich hier ein glamouröses Stelldichein gaben.

Hilde Spiel, Leo Perutz und andere begründeten den Ruf vonSt. Wolfgang als „Ort der Literaten“. In den 60er Jahren setzt ein fabelhafter Filmboom ein und die Filmkomödie „Im weißen Rössl“verhilft dem Wolfgangsee endgültig zu Weltruhm.

Erschienen bei Christian Brandstätter, Wien 2010

ISBN 978-3-85033-3610



Marlene Dietrich.

Ihr Stil – Ihre Filme – Ihr Leben

Sie war der absolute Star ihres Jahrhunderts, hatte Glamour und zugleich eine Lässigkeit und Courage, die sie zum Mythos machten: Anstand und Haltung waren ihre zeitlosen Tugenden, für die man sie bis heute bewundert.  Sie war eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen, die sich öffentlich und vehement gegen den Nationalsozialismus wandten. Sie machte in Hollywood Karriere und stand während des Zweiten Weltkrieges für die Truppenbetreuung der GIs zur Verfügung. Und sie war sich zeitlebens bewusst, dass man als Ikone nur Bestand hat, wenn man sich rar macht. Ihr radikaler Rückzug in den letzten Lebensjahren war die Konsequenz daraus: Die Nachwelt sollte die perfekte Diva in Erinnerung behalten. Dieser Bildband versammelt auf über 300 Seiten die schönsten Bilder Marlene Dietrichs und geht auch der Frage nach, wie aus einer fröhlich lächelnden Tänzerin mit einem etwas runden Gesicht die inszenierte Diva mit den hohen Backenknochen und der androgynen Ausstrahlung wurde, die Männer wie Frauen gleichermaßen faszinierte.

 Erschienen bei Christian Brandstätter, Wien 2010

ISBN 978-3-85033-306-1


Das Kabarett „Die Hölle“ in Wien

Marie-Theres Arnbom gemeinsam mit Georg Wacks (Hg.)

Mit Beiträgen von: Marie-Theres Arnbom, Stefan Frey, Markus Kristan, Karin Sedlak, Christine Stemprock, Georg Wacks

Im Herbst 1906 eröffneten die beiden Volksschauspieler und Theater-unternehmer Sigmund und Leopold Natzler das Theater und Cabaret „Die Hölle“ im Souterrain des Theaters an der Wien. „Die Hölle“ war eines der legendärsten und langlebigsten Unterhaltungsetablissements im deutschsprachigen Raum. Sie war dem Geist des französischen Cabarets verpflichtet und eine Talenteschmiede für Unterhaltungskünstler aller Art. Ralph Benatzky, Fritz Grünbaum, Karl Farkas, Hans Moser, Hugo Wiener, Mela Mars und Stella Kadmon sind nur einige Stars, deren Karriere in der „Hölle“ ihren Anfang nahm. Josef Urban und Heinrich Lefler entwarfen zwei prachtvolle Jugendstilräume: den Theatersaal, und den sogenannten Höllensaal, der rot in rot gehalten, mit Boxen und züngelnden Goldflammen verziert und mit hohen Spiegeln ausgestattet war. Ein Restaurantbetrieb sorgte für das leibliche Wohl.

 „Champagnisiert“ wurde zu den Darbietungen der Künstler und des Hausorchesters bis in die frühen Morgenstunden. Franz Lehár, Edmund Eysler und der junge Robert Stolz schrieben einaktige Varietéoperetten, Béla Laszky und Ralph Benatzky frivole Lieder, die von den umjubelten Diseusen Mela Mars und Josma Selim vorgetragen wurden. Fritz Grünbaum las aus eigenen Dichtungen, und Grete Wiesenthal brachte ihre eindrucksvollen Tänze. Mehr als 20 Jahre lang war „Die Hölle“ eines der führenden Cabarets im deutschsprachigen Raum. Die kenntnisreichen und detailgenauen Informationen der Autoren zeichnen ein Bild dieses legendären Unterhaltungsetablissements.

Erschienen im Armin Berg Verlag, Wien 2010

ISBN 978-3-95026-7310


 

Jüdisches Kabarett in Wien

Marie-Theres Arnbom gemeinsam mit Georg Wacks (Hg.)

Mit Beiträgen von: Marie-Theres Arnbom, Elisabeth Buxbaum, Monika Kiegler-Greinsteidl, Marcus G. Patka, Simon Usaty, Georg Wacks, Christoph Wagner Trenkwitz.

Der jüdische Geist, geschärft durch die über viele Jahrhunderte stattfindende Auseinandersetzung mit dem geschriebenen Wort und die damit einhergehende ständige Gefahr der Verfolgung, hat in Wien ein intellektuelles Umfeld geschaffen, in dem Juden wie Nichtjuden das Kabarett in einer hemmungslosen Schaffenskraft zu einer einmaligen Blüte bringen konnten. Die Beiträge in dieser Publikation zeigen die Vielfalt des Themas: Conferenciers, Biographien, aber auch Geschichten einzelner Etablissements und Exilkabarett stehen im Mittelpunkt.

Erschienen im Armin Berg Verlag, Wien 2009

ISBN 978-3-95026-7303


 

150 Jahre Wiener Singakademie

Seit 150 Jahren ist die Wiener Singakademie wesentlicher Bestandteil des Wiener Musik- und Kulturlebens. Von der Gründung an bis heutehat der Chor mit den bedeutendsten Dirigenten zusammengearbeitet und zählte herausragende Persönlichkeiten der Musikgeschichte wie Johannes Brahms und Bruno Walter zu seinen künstlerischen Leitern.

(Wien 2008)


 

St. Gilgen am Wolfgangsee

Das am Westufer des Wolfgangsees gelegene St. Gilgen ist bis heute einer der beliebtesten Sommerfrischeorte des Salzkammergutes.In den 1880er-Jahren entdeckten Wiener Ärzte und Industrielle den idyllischen Ort als Sommerfrische und ließen sich prachtvolle Villenam See errichten, die bis heute das Ortsbild prägen.

 Mit über 200 bisher großteils unveröffentlichten, lebendigen Foto-grafien aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus der Zeit von 1890 bis 1960 erzählt Marie-Theres Arnbom von der wechselvollen Geschichte des Ortes ebenso wie vom Alltags- und Festleben am Ufer des beliebten Sees.

Erschienen im Sutton Verlag, November 2008

ISBN 978-3866803732


 

War’n Sie schon mal in mich verliebt? Filmstars, Operettenlieblinge und Kabarettgrößen zwischen Wien und Berlin

Diese Doppelbiografie der Komiker Paul Morgan und Max Hansen ist die erste Publikation zu den Herren und steht somit – vorerst – konkurrenz-los da. Max Hansen war einer der besten Benatzky-Interpreten aller Zeiten und an vielen Uraufführungen beteiligt, nicht nur als Leopold im Weißen Rössl. sondern auch an Axel an der Himmelstür, dem Kleinen Café und der Ski-Operette Liebe im Schnee. Marie-Theres Arnbom lässt das Leben der beiden Männer kurz Revue passieren und biete einenguten Kurzüberblick über die jeweilige Karriere.

(www.ralph-benatzky.com)

Erschienen bei Böhlau, Wien 2006

ISBN 3205775503


 

Grüß mich Gott. Fritz Grünbaum – eine Biographie

gemeinsam mit Christoph Wagner-Trenkwitz

Seit Beginn der 1980er Jahre rückt Fritz Grünbaum durch Werkausgaben wieder ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit, ja, aufgrundder Streitigkeiten um die ungeklärten Besitzverhältnisse der in den USA beschlagnahmten Schiele-Bilder aus seinem Nachlass sogar in den Schlagzeilen.  Erstmals soll nun in einer fundierten Bild-Biographie das Leben und Schaffen eines der bedeutendsten österreichischen Kabarettisten der Zwischenkriegszeit, des Operetten-, Revue- und Drehbuchautors, des Bühnen- und Filmschauspielers Fritz Grünbaum vorgestellt werden, dessen wichtigste Lebensstationen Brünn, Wien und Berlin waren und der 1941 in Dachau ermordet wurde.

Anhand von teilweise noch unbearbeiteten Nachlässen und Materialien aus österreichischen, deutschen, tschechischen und amerikanischen Archiven, von Rezensionen in Tageszeitungen, Aussagen von Zeitgenos-sen und Gesprächen mit Zeitzeugen und Familienmitgliedern analysieren die Herausgeber Grünbaums Texte nach autobiographischen und zeitkritischen Gesichtspunkten. So entsteht, reich bebildert und mit Originalzitaten gewürzt, eine lebendige, kurzweilige Schilderung seiner Persönlichkeit, seines Lebens und Werk.

Erschienen bei Christian Brandstätter, Wien 2005

ISBN 978-3-85498-393-4


 

Paul Morgan, Promin-Enten-Teich

Ausgewählte Texte herausgegeben von Marie-Theres Arnbom

Erschienen bei Molden, Wien 2005

ISBN 978-3854851363


 

Blitzlichter. Erinnerungen von Annemarie Düringer

Erschienen bei Molden, Wien 2003

 ISBN 3-85485-099-9


 

Friedmann, Gutmann, Lieben, Mandl, Strakosch.
Fünf Familienporträts aus Wien vor 1938

Der rasante Aufstieg der Familien Friedmann, Gutmann, Lieben, Mandl und Strakosch steht im Mittelpunkt dieses Buches. Die Urväter stammen aus den jüdischen Gemeinden in Böhmen, Mähren und Ungarn. Aus eigener Kraft, begünstigt durch die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen werden diese Familien zu bestimmenden Faktoren des österreichischen Großbürgertums im 19. und 20. Jahrhundert.

Bankiers, Kohlen- und Zuckerindustrielle, Politiker, aber auch Erfinder, Ärzte und Künstler gehen aus diesen Familien hervor, deren großes humanitäres und künstlerisches Engagement vieles erst ins Leben ruft, das uns heute wichtig und vertraut ist - der Wiener Musikverein, das Künstlerhaus, aber auch die Poliklinik, das Rudolfinerhaus und viele Institutionen in ganz Österreich, deren Ursprünge vergessen sind.

Erschienen bei Böhlau, Wien 2002

ISBN 3-205-99373-x


 

Ioan Holender. Von Temesvar nach Wien.
Der Lebensweg des Wiener Staatsoperndirektors

Bearbeitung von Marie-Theres Arnbom

Erschienen bei Böhlau, Wien 2001

ISBN 978-3205993841


 

Also hab ich nur mich selbst! Stefan Herz-Kestranek – Stationen eines großbürgerlichen Emigranten 1938 bis 1945

gemeinsam mit Miguel Herz-Kestranek

Der Emigrationsweg von Österreich über Paris, Südfrankreich bis nach Uruguay wird an Hand von Briefen, in denen Stefan Herz-Kestranek detailliert seine Schwierigkeiten und die Zustände in den jeweiligen Ländern schildert, steht im Mittelpunkt dieses Buches.

Erschienen bei Böhlau, Wien 1997

ISBN 3-205-98768-3